Praktischer Teil - Präsentation

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Praktischer Teil - Präsentation

Beitragvon EnaVerena » 19. Nov 2012, 19:22

Hallo Herr Vogt,

ich möchte mich ganz herzlich für die schnelle Zusendung der Lernkarten bedanken. Heute hat mein Vollzeitkurs für die Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung begonnen und diese Karten geben mir ein sehr gutes Gefühl beim Wiederholen des Lehrstoffes. In unserem Kurs wurde uns "sehr" nahe gelegt, die Präsentation als praktische Prüfung zu wählen. Dies hat mich jetzt ziemlich verunsichert, da ich immer nur von der "Unterweisung" gehört habe. Zudem wollte ich mich gerne bei Ihrem Kurs zur Vorbereitung auf die praktische Prüfung anmelden. Ich glaube aber Sie bieten diesen nur für die "Unterweisungen" an, oder? Das fände ich schade, weil es mir eine zusätzliche Sicherheit geben würde. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Vielen Dank.

Mit vielen Grüßen
EnaVerena
 
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Präsentation oder Unterweisung?

Beitragvon Reinhold Vogt » 19. Nov 2012, 20:08

Guten Abend, EnaVerena,

der Prüfling darf entscheiden, ob er innerhalb der 'praktischen' (mündlichen) Ausbildereignungsprüfung die 'Unterweisung' (korrekt 'Durchführung einer Ausbildungssituation') oder die Präsentation wählt.

Ich empfehle den Teilnehmern meiner eigenen Seminare und auch den Käufern der AEVO-Lernkartei, die Unterweisung zu wählen. - Begründungen:

    Es ist für die Prüflinge im Normalfall leichter, eine gute Unterweisung als eine gute Präsentation durchzuführen.
    Ausbilder haben im Berufsalltag eher / häufiger Auszubildende zu unterweisen, als vor dem Betriebsrat oder der Geschäftsleitung zu präsentieren!
    In der "Durchführung einer Ausbildungssituation" (Unterweisung) geht es darum, einen fachlichen Inhalt (den die AEVO-Prüflinge sowieso schon beherrschen) pädagogisch gut zu vermitteln; bei der Präsentation (einer Ausbildungssituation) geht es darum, pädagogische Aspekte einer Ausbildungssitution darzustellen.
    Nach meiner Kenntnis stellen AEVO-Prüfer zum Teil sehr hohe Anforderungen an die Präsentationen, was ich nicht nachvollziehen kann.
    Nach meinen Informationen können sich die Erwartungen der Prüfer in den einzelnen IHKs / HwKs an eine 'gute' Präsentation viel stärker voneinander unterscheiden als an eine 'gute' Unterweisung. Je weniger man die persönlichen Erwartungen / Wünsche der Prüfer kennt, desto weniger zielorientiert kann man sich auf eine solche Präsentation vorbereiten! (Googlen Sie doch einfach mal unter 'Präsentation' - unabhängig davon, ob es sich um eine Präsentation innerhalb der AEVO-Prüfung oder zum Beispiel innerhalb einer Prüfung zum Ende einer 3-jährigen 'Ausbildung' handelt.)
Aus all diesen Gründen führen die TN meiner eigenen AEVO-Prüfungsvorbereitungs-Seminare bereits seit Jahren ausschließlich nur (noch) Unterweisungen durch.

Und deshalb bereite ich auch die TN meines speziellen eintägigen Prüfungsvorbereitungs-Trainings (http://www.memopower.de/AEVO/mdl_Pruefung.htm) ausschließlich auf die Unterweisung vor.

Fazit:

Da Sie an einem AEVO-Vollzeitlehrgang (welcher Organisation auch immer) teilnehmen, sollten Sie und Ihre Seminarkollegen auf die AEVO-Prüfung gut und engagiert vorbereitet werden. Sofern diese Voraussetzung erfüllt ist und Sie selber ein Mindestmaß an Lern-Fleiß aufbringen, werden Sie die Prüfung bestehen - umso mehr, da Ihnen meine AEVO-Lernkartei zusätzlich zur Verfügung steht.

Sollten Sie mit der Qualität Ihres Vollzeitseminar jedoch nicht zufrieden sein und sollten Sie dann speziell den praktischen Prüfungsteil nicht bestanden haben, dann können Sie danach immer noch entscheiden, ob Sie an meinem bereits oben genannten Training teilnehmen wollen.
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Re: Praktischer Teil - Präsentation

Beitragvon wasserelementar » 30. Nov 2012, 16:35

Hallo liebe Community :)
Ich hätte eine Frage: Hier in München ist anscheinend die Präsentation bevorzugt. Auf Anfrage hieß es "Eine Unterweisung sei auch zugelassen". Aber durch die Blume schien es wohl zu heißen, dass die Präsentation bevorzugt zu sein scheint. Eine Unterweisung wäre kein Problem, aber ich weiß nicht, was ich mit der Präsentation machen soll. Ich glaube mein Kernproblem liegt darin, dass ich die Aufgabenstellung nicht wirklich verstanden habe. Was ist das Ziel dieser Präsentation? An wen richtet sie sich? In einer Unterweisung bringe ich dem Azubi bei, wie man Ware korrekt auspackt und verräumt. 4-Stufen-Methode. Ich stelle es vor, ich mache es vor, der Azubi macht es nach, der Azubi wiederholt/übt. Danach weiß er (hoffentlich) wie es geht. Aber für wen soll denn die Präsentation sein? Zeige ich da den Azubis anhand eine Power-Point-Präsentation mit Bildern wie der Arbeitsablauf funktioniert oder wie? Was ist der Sinn? Struktur vor Inhalt. Ich habe das Gefühl, dass läuft auf eine Thema-Verfehlung hin. Ich habe Unterlagen, aber diesen ist keine klare Aufgabenstellung zu entnehmen. Oder ich verstehe es einfach nicht. Kann mir hier jmd. vielleicht einen Tritt in die richtige Richtung geben?
Vielen Dank vorab.
Liebe Grüße
Euer wasserelementar :)
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Re: Praktischer Teil - Präsentation

Beitragvon Reinhold Vogt » 30. Nov 2012, 18:02

Hallo, wasserelementar,

zunächst:
Der Prüfling hat nach der AEVO das Recht, ob sie / er die Präsentation oder die Unterweisung wählt, nicht der Prüfungsausschuss. - Auch meine detaillierte Begründung zugunsten der Unterweisung finden Sie weiter oben (vom 19. Nov.)

> Was ist das Ziel dieser Präsentation?

Diese Frage bzw. der gesamte Fragenkomplex sollte durch die Verantwortlichen Ihres Prüfungsvorbereitungsseminars eindeutig und ausführlich besprochen werden / worden sein! Falls das nicht passiert (ist), können Sie entsprechende Rückschlüsse über die Qualität des gesamten 'Prüfungsvorbereitungs'-Seminares ziehen …

Die AEVO gibt lediglich folgenden Wortlaut vor: "Hierfür wählt der Prüfungsteilnehmer eine berufstypische Ausbildungssituation aus." – Jeder Prüfungsausschuss hat einen gewissen Spielraum, die Aussage "berufstypische Ausbildungssituation" zu interpretieren. Meist wird diese Aussage so verstanden, dass der Prüfling zum Beispiel über das betriebliche Azubi-Auswahlverfahren, über die Ausbildungsplanung, über das Azubi-Beurteilungsverfahren oder Ähnliches berichtet, und zwar unter Einsatz angemessener(!) Visualisierungsmedien.

> An wen richtet sich die Präsentation?

Auch hierzu kann der Prüfungsausschuss bestimmte Vorstellungen haben, z. B. Präsentation vor einer großen Gruppe von Azubis, vor dem Betriebsrat, vor der Geschäftsleitung.
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Re: Praktischer Teil - Präsentation

Beitragvon wasserelementar » 30. Nov 2012, 18:56

Lieber Reihold Vogt,
vielen Dank für die schnelle Antwort :) Ehrlich gesagt weiß niemand hier so richtig, was bei der Präsentation verlangt wird. Natürlich spricht das für sich - aber das hilft mir nun auch nicht weiter. Leider. Deshalb wollte ich eine Unterweisung machen. Allerdings liegt die Bewertung nun einmal im Ermessen der Prüfer. Wenn diese schon zu Beginn schlecht eingestimmt werden, weil sie eine Unterweisung statt der bevorzugten Präsentation bekommen, kann sich das schlecht auf die Bewertung auswirken, da die Prüfer niemals zu 100% neutral sind. Es sind Menschen. Beim 'Prüfungsvorbereitungs'-Seminar wurde die Unterweisung auch mehr besprochen, als die Präsentation. Ich werde nun wohl doch das Risiko eingehen und eine Unterweisung machen, da ich da eine klare Vorstellung von dem habe, was erwartet wird. Zumal es in meiner Branche kaum Präsentationen gibt, sondern fast nur Unterweisungen. Ich persönlich finde eine Unterweisung ohnehin viel sinnvoller. Vielen Dank noch einmal. :)
Liebe Grüße
wasserelementar
 
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Re: Praktischer Teil - Präsentation

Beitragvon Reinhold Vogt » 30. Nov 2012, 19:18

Gern geschehen, wasserelementar!

> da die Prüfer niemals zu 100% neutral sind.

Damit haben Sie leider Recht; aber so ist das nun mal im Leben ... - Sofern Sie es schaffen, in der Prüfungssituation eine freundliche Ausstrahlung zu haben (die Prüfer freundlich anzulächeln) , werden Sie davon profitieren(!), dass Prüfer nicht objektiv sind ;-)

> Ich werde nun wohl doch das Risiko eingehen und eine Unterweisung machen, ...

Tipp: Suchen Sie sich einen 'spannenden' Inhalt aus. Sofern Sie das Lehrgespräch wählen, stellen Sie sehr viele offene und 'weich' formulierten Fragen. Sofern Sie die 4-Stufen-Methode wählen, praktizieren Sie die moderne Variante, bei der die Stufe 2 Lehrgespräch-ähnlich durchgeführt wird.

Alles Gute!
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Re: Praktischer Teil - Präsentation

Beitragvon faariwasi » 27. Dez 2014, 17:34

ich stecke gerade in den Vorbereitungen zu meiner AEVO-Prüfung. Ich bin Immobilienfachwirtin und muss somit nur noch den praktischen Teil ablegen. Ich bin in meinem Unternehmen ausschließlich in der Wohnraumvermittlung eingesetzt.
wasi
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Re: Praktischer Teil - Präsentation

Beitragvon Reinhold Vogt » 27. Dez 2014, 18:07

Hallo, faariwasi,

> und muss somit nur noch den praktischen Teil ablegen

Nehmen Sie als Lernziel für Ihre 'Unterweisung' ('Durchführung einer Ausbildungssituation') irgend etwas aus Ihrer täglichen Arbeit, das Sie einem Azubi innerhalb von 10 bzw. 15 Min. (unterschiedlich je IHK) beibringen können.

Zur Vorbereitung auf das ergänzende Prüfungsgespräch weise ich Sie gern auf den Teil 1 der AEVO-Lernkartei [http://memopower.de//shop/index.php?page=product&info=84] sowie die 32 Prüfungsfragen [http://memopower.de//shop/index.php?page=product&info=81] hin.
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