Unterweisung per Vortrag möglich?

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franjo
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Unterweisung per Vortrag möglich?

Beitrag von franjo » 13. Okt 2012, 09:16

Ich würde Ihnen gerne einmal mein Unterweisungskonzept zukommen lassen, weil ich eigentlich nicht so recht davon überzeugt bin. Vielleicht können Sie mir den einen oder anderen Tipp geben.

Darüber hinaus habe ich enorme Schwierigkeiten, etwas vortragen zu müssen. Deshalb auch noch eine weitere Frage: Kann man das Vortragen einer Unterweisung auch dementsprechend üben, ohne das man tagelang vor der praktischen Prüfung nicht schlafen kann?

Darf ich auf Ihre Unterstützung hoffen ?

Reinhold Vogt
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Re: Unterweisung per Vortrag möglich?

Beitrag von Reinhold Vogt » 13. Okt 2012, 11:50

Hallo, franjo,
Unterweisungskonzept ... Vielleicht können Sie mir den einen oder anderen Tipp geben.
Ihr Konzept ist grundsätzlich in Ordnung, dennoch sollten Sie noch ein paar Dinge überdenken und ggf. ändern:

1. Im Deckblatt auch den Original-Wortlaut des Richtlernziels eintragen.

2. Im Deckblatt zum gewählten Groblernziel auch die Ziffer aus dem Ausbildungsrahmenplan übernehmen.

3. Im Deckblatt auch die ungefähre Zeitangabe vermerken, z. B. "ca. 10 Min."

4. Im Ablaufkonzept sollten Sie auch eine Zeitspalte (oder andere Art der Zeitaufteilung) einfügen; ein Ablaufkonzept ist auch eine "sachlich und zeitliche Gliederung".

5. Ihr Feinlernziel ist eindeutig formuliert (prima!). - Zur Entscheidung über die richtigen Methode lesen Sie bitte "4-Stufen-Methode oder Lehrgespräch?".
Darüber hinaus habe ich enorme Schwierigkeiten, etwas vortragen zu müssen
Sofern die 4-Stufen-Methode richtig wäre, müssten Sie sie auch praktisch durchführen, also nicht darüber reden / vortragen. (Gleiches gilt natürlich auch für das Lehrgespräch.) - Im Lehrgespräch brauchen Sie doch 'nur' die zuvor gut überlegten W-Fragen zu stellen, um den Azubi zum Lernerfolg zu bringen. Insofern reden doch nicht Sie andauernd! Je mehr Ihr Azubi (sachdienlich) redet, desto besser!

Kann man das Vortragen einer Unterweisung auch dementsprechend üben
Sie sollten die Durchführung Ihres Unterrichts (Ihres Lehrgespächs) auf jeden Fall einmal mit einer Person ausprobieren. Machen Sie das am besten mit Ihrem richtigen Azubi, und sagen Sie ihm, wofür dieses Ausprobieren erforderlich ist. Er wird Ihnen sicherlich gerne helfen! - Allein durch dieses erste Ausprobieren werden Sie selber feststellen, welche Teile Ihnen bereits gut gelingen und welche noch nicht. Darüber hinaus wird Ihnen Ihr Azubi ein wertvolles Feedback geben können.

In meinen eigenen Seminaren zur Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung führt jeder Teilnehmer eine erste 'Generalprobe' durch. Danach reflektiert er selbst über die Durchführung, danach bekommt er ein Feedback vom 'Azubi-Kollegen' sowie (nach einer Checkliste) Rückmeldungen von einigen TN-Kollegen und natürlich auch von mir.

ohne das man tagelang vor der praktischen Prüfung nicht schlafen kann?
Meine Empfehlung für alle Personen, die vor einer Prüfungssituation (oder Ähnlichem) große Angst haben:

- Schreiben Sie auf, weshalb Sie gute Chancen haben, die Prüfung zu bestehen! (Suchen Sie möglichst viele Detail-Gründe!) - Wenn Sie anschließend Ihre Stichworte / Gründe lesen, baut sich Ihre Angst bereits deutlich ab!
- Überlegen Sie, welche Konsequenz sich schlimmstenfalls für Sie ergibt, falls Sie die Prüfung nicht bestehen. (Eine ernsthafte Erkrankung wäre sicherlich schlimmer!) Notfalls wiederholen Sie die Prüfung ...

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